Bildungsungerechtigkeit. Ein weibliches Problem

Bildungsungerechtigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Nahezu jedes Entwicklungsland ist betroffen. Neben der Frage des Einkommens spielt allerdings auch das Geschlecht der Kinder eine sehr große Rolle. Bildungsungrechtigkeit ist ein weibliches Problem. Frauen bzw. Mädchen erhalten viel weniger Bildung als Männer bzw. Jungen. Weltweit können doppelt so viele Mädchen nicht zur Schule gehen, wie Jungen. Um auch Mädchen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, müssen wir ihnen einen fairen Zugang zur Bildung ermöglichen.

Warum sind Mädchen so benachteiligt?

Es gibt viele Ursachen für die Benachteiligungen von Frauen und Mädchen im globalen Süden. Neben der allgemeinen Armut und katastrophalen Schulwegen sind leider auch frühe Zwangsverheiratungen und sexualisierte Gewalt an Schulen, häufig die traurige Realität. Somit ist es ungemein wichtig, bei der Förderung von Mädchen, bereits sehr früh anzusetzen. Mädchen und Jungen sollten bereits im Kindergartenalter gleichermaßen gefördert werden.

Entsprechend fordert der UN-Bevölkerungsfonds, in Zukunft mehr in gerechte Bildungsmöglichkeiten für heranwachsende Mädchen zu investieren.

Bedeutung gebildeter Frauen im globalen Süden

Statistiken aus Afrika sprechen eine deutliche Sprache. Gesundheitlich geht es gebildeten Frauen deutlich besser. Sie sind generell aufgeklärter und wissen mit modernen Medien umzugehen. Das öffnet ihnen viele Möglichkeiten, ihr Wissen zu erweitern.

Hinzu kommt, dass rund 61 Prozent der jungen Frauen mit zwanzig Jahren schon ihr erstes Kind auf die Welt bringen, wenn sie keine Bildung genossen haben. Bei gebildeten zwanzigjährigen Frauen sind es indes lediglich circa 27 Prozent. In der Selbstbestimmtheit von Frauen spielt dieser Faktor in weniger entwickelten Ländern eine zentrale Rolle. Zudem könnten vor allem arme Länder von gebildeten Frauen profitieren. Mehr höhenqualifizierte Menschen erhöhen die Wirtschaftsleistung der jeweiligen Länder. Leider sind aber noch im 21. Jahrhundert viel zu wenige Frauen des globalen Südens gut genug gebildet.

Was muss sich ändern?

Für die Bekämpfung von Bildungsungerechtigkeit gibt es viel zu tun. Eine positive Entwicklung der Mädchen bedarf mehreren verschiedenen Vorraussetzungen. Zum Einen müssen persönliche Vorraussetzungen geschaffen werden. Hierzu gehören Basiskompetenzen wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. Aber auch das Fördern des Selbstbewusstseins ist von großer Bedeutung. Des Weiteren sind soziale Vorraussetzungen wie eine gute Vernetzung unter Gleichaltrigen, positive Vorbilder und weibliche Lehrkräfte notwendig. Überdies müssen materielle Förderungen wie zum Beispiel Unterrichtsmaterialien und sichere Schulwege-, sowie sichere Schulen gewährleistet werden.

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