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Pehal Regenwasser-Projekt

Das Dorf Pehal im indischen Bundesstaat Rajasthan leidet seit vielen Jahren unter einer akuten Wasserknappheit. Um dieses Problem zu lösen, entsteht nun ein Projekt, das den Blick nach vorn richtet und den Menschen neue Möglichkeiten eröffnen soll. Wir begleiten die Sanierung und Wiederbelebung eines traditionellen Johad-Systems – eines seit Jahrhunderten genutzten Regenwasser- speichers. Dieser Ansatz gilt als bewährte und klimaresiliente Methode zur Regenwassergewinnung in den trockensten Regionen Indiens. Das Besondere an dem Projekt: Die Verantwortung und gesamte Durchführung werden ausschließlich von den Frauen des Dorfes getragen.
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Lebenswichtiger Schritt im Kampf gegen die Wasserkrise

Pehal hat rund 8.700 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Grundwasserspiegel ist über die Jahre auf bis zu 150 Meter Tiefe abgesunken. Landwirtschaft und Viehzucht – die wichtigsten Einkommensquellen des Dorfes – sind davon stark betroffen. Der zentrale Johad des Dorfes hat aufgrund von Versandung, Erosion und fehlender Wartung einen Großteil seiner Speicherkapazität verloren.

Dieses Projekt entsteht in Zusammenarbeit zwischen Time to Help und dem Forum für Interkulturellen Dialog (FID). Die technische Umsetzung und die Leitung vor Ort liegen bei den Frauen des Dorfes Pehal. Die gesamte Initiative wird unter der Leitung des örtlichen Women’s Water Committee umgesetzt, das alle Planungs-, Entscheidungs- und Steuerungsprozesse verantwortet. Rund 40 Frauen sind über einen Zeitraum von 60 Tagen direkt an den baulichen Maßnahmen beteiligt und gestalten die Sanierung des Johad maßgeblich mit.

Auf diese Weise stärkt das Projekt nicht nur die Wasser- und Klimaresilienz der Region, sondern auch die gesellschaftliche Stellung und Entscheidungsmacht von Frauen im ländlichen Rajasthan. Für die Eröffnung ist ein gemeinsamer Besuch von TTH- und FID-Vertreter*innen geplant.

Frauen führen das Projekt an – ein Modell für inklusive Entwicklung

Mit der geplanten Sanierung profitieren künftig von einer stabileren Wasserversorgung: 

500

Haushalte

8700

Menschen


Haben Sie Fragen?

Bitte rufen Sie uns während der Sprechzeiten an: 09:00-17:00 Uhr
+49 (0) 69 8090 6210

Oder mailen Sie uns:
[email protected]

Der erneuerte Johad wird nicht nur Regenwasser speichern, sondern auch:

  • den Grundwasserspiegel erhöhen
  • die landwirtschaftliche Produktivität verbessern
  • und ganzjährig eine Wasserquelle für Viehhaltung bereitstellen

Das Projekt vereint traditionelles Wissen der Region mit moderner Ingenieurtechnik – ein Modell, das für viele weitere Dörfer in Rajasthan beispielhaft werden kann.

Eine Investition in die Zukunft

Gemeinsam für nachhaltige Wasser­sicherheit

Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnerorganisationen in Indien und Deutschland umgesetzt. Die operative Führung liegt beim Centre for Social Research (CSR, Indien), einer der renommiertesten Institutionen des Landes im Bereich Gender, Governance und nachhaltige Entwicklung. Unterstützt wird CSR durch die Hope and Action Foundation (HAF, Indien) sowie das deutsche Forum für Interkulturellen Dialog (FID). Time to Help koordiniert die Gesamtplanung, Qualitätssicherung und Finanzierung.

FAQ

Was ist das Pehal Rainwater Harvesting Projekt?

Es handelt sich um die Sanierung eines traditionellen Johad-Systems in Pehal (Rajasthan). Ziel ist es, Regenwasser zu speichern, den Grundwasserspiegel zu erhöhen und hunderten Familien eine stabile Wasserversorgung zu ermöglichen.

Wie wird meine Spende verwendet?

Spenden fließen direkt in technische Sanierungsarbeiten, Materialien, lokale Arbeitskräfte, ökologische Maßnahmen und Trainingsprogramme für die beteiligten Frauen. Alle Mittel werden durch Time to Help e. V. geprüft und transparent dokumentiert.

Welche Rolle spielen die Frauen im Dorf?

Das Projekt wird maßgeblich von Frauen getragen. Das Women’s Water Committee übernimmt Planung, Organisation und Entscheidungen. Zudem arbeiten 30–40 Frauen direkt an den baulichen Maßnahmen mit und erhalten Trainings zu Umweltbewusstsein, Wassermanagement und Leadership.

Wann wird das Projekt voraussichtlich abgeschlossen?

Die Fertigstellung ist für Februar 2026 geplant. Kurz danach werden erste Effekte sichtbar, etwa eine höhere Wasserspeicherung und verbesserte Versorgung.

Warum ist dieses Projekt notwendig?

Pehal leidet seit Jahren unter extremer Wasserknappheit. Der Grundwasserspiegel ist auf bis zu 150 Meter abgesunken, was Landwirtschaft und Viehzucht massiv beeinträchtigt. Durch die Sanierung des Johad kann das Dorf Regenwasser effizient nutzen und die Wasserkrise langfristig abmildern.

Welche Arbeiten werden zur Reinigung des Johad durchgeführt?

Für die Wiederherstellung des Johad wird zunächst umfangreiches Material entfernt. Insgesamt werden 6.000 m³ Erde und Schlamm aus dem Becken ausgehoben, damit die ursprüngliche Speicherkapazität wieder freigelegt wird. Dieser Schritt ist entscheidend, um Regenwasser künftig effizient aufnehmen zu können.

Welche ökologischen Maßnahmen sind geplant?

Zur ökologischen Stabilisierung der Umgebung werden 100 standortgerechte Bäume gepflanzt. Diese Bäume reduzieren Bodenerosion, verbessern das Mikroklima und tragen langfristig zur Wiederauffüllung des Grundwassers bei.

Was ist die langfristige Wirkung des Projekts?

Der erneuerte Johad verbessert dauerhaft die Regenwassernutzung, stärkt die landwirtschaftlichen Erträge, unterstützt Viehzucht, stabilisiert den Grundwasserspiegel und erhöht die Klimaresilienz der gesamten Region.

Updates

November 2025

Start des Projektes, Volontär*innen-Besuch aus Deutschland