Wie umgehen mit Lebensmittelverschwendung?

Es ist eine klare Angelegenheit. Wir müssen unser Konsumverhalten ändern, um unsere Umwelt aber vor allem auch die finanziell Schwächeren unserer- und anderer Gesellschaften zu schützen. Gelingt uns dies nicht, drohen mittel- und langfristiger Zukunft viele neue humanitäre Krisen zu entstehen. Allerdings ist auch eine Schwarzmalerei nicht hilfreich. So ist es notwendig, nicht nur Probleme aufzuzeigen, sondern vor allem auch Lösungsvorschläge zu entwickeln und zu erörtern.

Containern gegen Lebensmittelverschwendung?

Ein vielfach debattiertes und brisantes Thema ist das des Containerns. Fast jeder Deutsche hat schon mal davon gehört. Hierzulande ist das Retten von Nahrungsmitteln aus Mülltonnen noch immer strafbar, was berechtigterweise für große Kritik an die Politik erzeugt. Viele finden die Bestrafung der Rettung von Nahrungsmitteln für pervers und aus der Zeit gefallen.

Allerdings würde das Erlauben des Containerns die Probleme unseres Konsumverhaltens bei Weitem nicht lösen. Zumal es unfair gegenüber zahlenden Kunden ist.

In der Grande Nation wird die Situation deutlich besser gehandhabt. Die französische Politik hat sich der Sache angenommen und ist mit gutem Beispiel vorangegangen. Aber was läuft westlich von Deutschland besser?

Lebensmittelverschwendung als Straftat

Seit drei Jahren ist es mittlerweile in Frankreich verboten, Lebensmittel zu verschwenden und es drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu viereinhalb Tausend Euro.

Anders als in unserem Nachbarland ist es allerdings Handelsketten in Deutschland nicht untersagt, gute Lebensmittel wegzuwerfen. Doch die SPD-Politikerin Kirsten Eickhoff-Weber spricht sich beispielsweise für das französische Modell ein und fordert eine Pflicht, die Supermärkte dazu verpflichtet, verwertbare Lebensmittel an gemeinnützige Initiativen abzugeben.

Die Zahlen sprechen für Frankreich

Ein kurzer Einblick in die Statistiken genügt um zu erkennen, dass Frankreich viel konsequenter mit dem Wegwerfproblem umgeht, als andere Industriestaaten. Im Jahresschnitt verkommt bei uns Deutschen das Vierfache an Nahrungsmitteln im Müll. So kommt der durchschnittliche bzw. die durchschnittliche Französin auf 20 bis 30 Kilo Müll im Jahr.

Tafeln können in Frankreich nun viel mehr und viel frischere Lebensmittel an Hilfsbedürftige weitergeben und sind mit der Entwicklung mehr als zufrieden. Fast die Hälfte aller Spenden kommen nun direkt aus dem Supermarkt. Die französische Regierung hofft mit ihren Maßnahmen, die Lebensmittelverschwendung bis 2025 zu halbieren.

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