Wasserprivatisierung

Die Privatisierung von Wasserressourcen, vor allem im afrikanischen Kontinent, ist ein in jüngerer Vergangenheit heiß diskutiertes Problem. Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm und sehen Kurz über Lang die akute Gefahr für Einheimische der betroffenen Regionen.

Bereits im Jahr 2017 hatten über zwei Milliarden Menschen weltweit keinen Zugriff auf sauberes Trinkwasser. Ein Blick in die Zukunft gibt zudem selbst den größten Optimisten wenig Grund zu hoffen, dass die Situation sich irgendwann verbessert.

Grundrechte werden Missachtet

Die Prognose der Vereinten Nationen zeigt die Gefahr einer drastischen Verschlechterung der ohnehin angespannten Situation. 2025 würden demnach nur noch circa 50 Prozent der Weltbevölkerung mit sauberem Wasser versorgt werden können. Dabei erklärten die Vereinten Nationen noch im Jahre 2010 das lebenswichtige Gut „Wasser“ als ein Menschenrecht. Entsprechend fraglich ist die steigende Privatisierung von Wasser rund um den Globus. Selbst hierzulande wird Wasser immer mehr zum Handelsgut. Dennoch: in Ländern der Dritten Welt hat die Situation ein ganz anderes Maß erreicht.

Fallbeispiel Nestlé

In puncto Privatisierung von Wasserreserven hat vor allem Nestlé für Negativschlagzeilen gesorgt. Der französische Gigant hat weltweit mehrere Wasserfabriken, in denen sie größtenteils ihre Plastikflaschen auffüllen.

Eines der Fabriken befindet sich in in Doornkloof, Südafrika. Mitarbeiter geben an, dass sie pro Tag jeweils ein Liter vom Wasser bekommen. Paradox, wenn man bedenkt, dass der Konzern in reichen Staaten wie Deutschland darum wirbt, täglich mindestens zwei Liter Wasser zu konsumieren, um ein gesundes Leben führen zu können. Hinzu kommt, das viele Arbeiter des französischen Unternehmens selbst lange Wege auf sich nehmen müssen, um ihren täglichen Wasserbedarf zu befriedigen.

Die Solidarität kommt zu kurz

Es wäre wünschenswert, dass sich privaten Unternehmen neben ihrem Konkurrenzkampf auch darum bemühen, die Wasserversorgung von den entsprechenden Bevölkerungsgruppen sicherzustellen. Allerdings befinden sich Unternehmen, die Wasser privatisieren, in einem globalen Rennen, in dem solch ein moralisches Denken eine finanzielle Belastung darstellen würde.

Im Konkurrenzkampf würden egoistisch handelnde Unternehmer gewinnen und solidarisches Handeln würde bestraft werden.

Die Situation ist nichts weiter als ein Armutszeugnis. Um das Recht auf sichere Wasserversorgung der von Privatisierung betroffenen Kommunen zu sichern  bedarf es eigentlich lediglich einer Vereinbarung der „Global Player“, laut der alle dazu verpflichtet sein würden, neben ihren wirtschaftlichen Interessen auch die Rechte der Kommunen zu schützen. Da dies nicht der Fall ist, benötigen wir heutzutage ein großes ehrenamtliches Engagement von Menschen, die Menschlichkeit vor Profit stellen.

Time to Help spendet auch frisches Wasser

Mit unseren Kampagnen spenden wir den Menschen dieser Welt Hoffnung. Auch für sauberes Wasser in den ärmsten Regionen dieser Welt kämpfen wir und haben dafür eine spezielle Spendenkampagne.

Seit 2012 haben wir bereits Tausende mit Trinkwasser versorgt. Dazu eröffnen wir neue Wasseranlagen in den ärmsten Dörfern der Welt. Das Leben dieser Menschen verändert sich enorm. So werden durch sauberes Trinkwasser viele Krankheiten verhindert, die Landwirtschaft und die Viehzucht in der Region entwickelt sich und letztlich wird auch die Eigenversorgung möglich. Eine Abhängigkeit von der Fremdversorgung fällt weg. Schon für 3.500€ lässt sich ein Wasserbrunnen errichten. Worauf warten Sie noch?

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