Spenden im Ramadan – und dann?

Vor etwas mehr als einem Monat endete der islamische Fastenmonat Ramadan. Muslim*innen hatten die Möglichkeit ihrem Schöpfer näher zu kommen, indem sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichteten. Doch der Fastenmonat bietet eigentlich viel mehr. Der Monat ist eine Gelegenheit, sich um weniger privilegierte Menschen zu kümmern. Es geht also auch um Solidarität und Nächstenliebe. Der Ramadan ist nämlich auch ein Monat des Spendens.

So wundert es nicht, dass besonders im Fastenmonat viel gespendet wird. Aber wie sieht es nach dem Ramadan aus?

Ramadan – mehr als nur ein Fastenmonat 

Die Spenden im Fastenmonat sind unglaublich wertvoll. Jeder Cent zählt. Doch es ist besonders wichtig zu wissen, dass der Fastenmonat alleine die Armut nicht beenden kann. Weder global noch lokal. Das Problem, das in unseren Köpfen entsteht ist häufig der Gedanke „genug Gutes“ getan zu haben. Vor allem verstärkt sich dieser Effekt, weil Muslim*innen einen ganzen Monat der Selbstbeherrschung hinter sich haben. Der Gedanke genug getan zu haben entsteht unterbewusst. Nun liegt es der Natur des Menschen, dass man sich nach dem Erbringen einer gewissen Leistung, gerne eine Pause gönnt. Es ist als würde man sich nach einem langen Tag auf der Arbeit auf eine Couch legen und abschalten. Oder als würde man nach der Fastenzeit unkontrolliert Essen und gute Gewohnheiten aus dem Fastenmonat nicht beibehalten.

Ein Monat gegen die Armut ist nicht genug

Allerdings ist das Spenden keine solch kräftezehrende Aktivität. Daher wäre es fatal, sich nach dem Ramadan entspannt zurück zu lehnen. Wenn tatsächlich viele Muslim*innen, wenn auch unbewusst, in eine solche Gedankenlage kommen, so entsteht nach jedem Ramadan ein großes Problem. Ein nachfolgendes Spendetief wäre die Konsequenz. Ärmere Regionen werden plötzlich vergessen. So kann keine nachhaltige Hilfe gewährleistet werden. Es ist also von großer Bedeutung ärmere Menschen auch nach dem Ramadan zu unterstützen. Ob finanziell, oder ehrenamtlich. Wir alle sind gefordert. Zwölf Monate im Jahr.

Related Posts

Text Widget

Nulla vitae elit libero, a pharetra augue. Nulla vitae elit libero, a pharetra augue. Nulla vitae elit libero, a pharetra augue. Donec sed odio dui. Etiam porta sem malesuada.

Recent Articles

Flüchtlinge Kinder
Kinder im Fokus: Der Weltflüchtlingstag 2021
20. Juni 2021
Corona und Ungerechtigkeit
19. Juni 2021
Junge Erwachsene in der Coronakrise
20. Mai 2021

Tag Cloud