So können Sie mit Spenden Ihre Steuerbelastung reduzieren

Fällt die Steuerbelastung wieder einmal zu hoch aus? Sie haben während in Vergangenheit sicherlich auch schon gespendet, oder? So können Sie Gutes tun und Ihre Steuerbelastung reduzieren.


Viele Leute spenden aus Überzeugung. Es ist Ihnen in der Regel ein Anliegen, anderen Menschen zu helfen oder etwas für einen guten Zweck zu tun. Viele Spender:innen haben sich daher noch gar nicht damit beschäftigt, dass das Spenden auch positive Auswirkungen auf Ihre Steuerbelastung bringen kann.

Spenden für das Gemeinwohl

Bei einer Spende handelt es sich um eine freiwillige, finanzielle Zuwendung an eine gemeinnützige Körperschaft, wie einem Verein oder einer Stiftung, die diese Zuwendung zeitnah für ihre satzungsmäßigen Zwecke auszugeben hat. Mit einer Spende kann nicht nur die Arbeit von den oben genannten unterstützt werden, sondern beispielsweise auch das Engagement von einer Hilfsorganisation.

Spenden können Dienst- oder Sachleistungen für religiöse, gemeinnützige, wissenschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche oder politische Zwecke sein, die nicht mit einer konkreten Gegenleistung seitens des Spendenempfängers verknüpft sind und keiner rechtlichen Verpflichtung unterliegen. Bei Spenden bis 200 Euro sogar ohne offizielle Spendenbescheinigung.

Die wohltätige Geste sollte aber in jedem Fall im Vordergrund stehen. Eine Unterstützung kann nur dann als Spende behandelt werden, wenn neben der Unentgeltlichkeit (keine Gegenleistung) auch noch die anderen Voraussetzungen einer Spende erfüllt sind. Deshalb sollte man sich vorher informieren, an wen genau die Zuwendung geht und was der Empfänger damit macht.

Mit Spenden können Sie Steuern sparen

Von Steuervorteilen zu profitieren ist nichts Verwerfliches und es ist für alle Steuerzahler möglich – egal, warum sie spenden. Nicht nur das eigene Wohlbefinden wird durch das Spenden an gemeinnützige Institutionen gesteigert, es zahlt sich auch aus, denn das Finanzamt honoriert Wohltätigkeit.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich neben einem möglichen Ehrenamt auch finanziell zu engagieren. Solche Spenden fördert der Staat aktiv indem den Gebern steuerliche Vorteile einräumt. Das Finanzamt erkennt Spenden als Sonderausgaben an, sodass die Einkommensteuer sinkt. Doch wie meistens, wenn es um Geld vom Staat geht, sind die Details zu beachten.

Wollen Sie Spenden von der Steuer absetzen, müssen Sie auf jeden Fall die Beträgeoder die Sachleistungen genau dokumentieren und mithilfe einer Zahlungs- bzw. einer Spendenbescheinigung nachweisen. Im Steuerwesen lautet die korrekte Bezeichnung für diese Spendenbescheinigung „Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster „.

Wie viel steuerfrei spenden kann

Gem. § 10b Abs. 1 EStG können für das Spenden zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke, im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung an eine gemeinnützige Einrichtung, insgesamt bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte des Zuwendungsgebers als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Jeder Mensch kann so viel Geld spenden, wie er möchte. Steuerlich relevant sind jedoch, wie gesagt, lediglich maximal Beträge in Höhe von 20 Prozent des Jahreseinkommens oder bei Unternehmen vier Promille des Jahresumsatzes, zu dem in diesem Fall auch die Lohnzahlungen gehören.

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