Leben im Überfluss

Menschenaus den „Erste-Welt-Staaten“ haben in der Vergangenheit und bis heute fortlaufend eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir unserem Planeten nicht wirklich gut tun. Man will fast meinen, die Menschheit führt einen Krieg gegen die Natur. Ein schreckliches Dilemma: Während sie gewinnt verliert sie. Der Verlust der Achtsamkeit unserer Lebensgewohnheiten zeigt aber auch weitere Probleme auf. Dieser Time to Help Blog versucht die Einführung in ein ethisch relevantes Problem.

Überfluss und Armut

Unser Konsumverhalten deckt soziale Disparitäten auf. Während Jahr für Jahr tonnenweise noch-genießbares Essen in deutschen Mülleimern landet, gibt es weltweit mehrere Hungerkrisen und viele Länder, deren Mehrheitspopulation in Armut um ihr täglich Brot kämpfen muss.

Im vom Bürgerkrieg gezeichneten Jemen steuert man laut den Vereinten Nationen etwa auf die größte Hungersnot der letzten Jahrzehnte. Hinzu kommt der Wertverlust der jemenitischen Währung (Rial) als bedrohlicher Brandbeschleuniger. UN-General Sekretär António Guterres fordert ein sofortiges Handeln, da sonst Millionen von Menschen an den Folgen der Hungerskrise sterben werden. 

Armut ist auch ein deutsches Problem!

Armut in Industriestaaten und Armut in Dritte-Welt-Statten sind zwei Paar Schuhe. Doch auch wenn die Lage in hochentwickelten Ländern, wie den Vereinigten Staaten, Neuseeland und Deutschland deutlich besser ist, gibt es vermehrt, nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie, immer mehr von Armut bedrohte und in Armut lebende Menschen. Somit lassen sich auch auf nationaler Ebene soziale Disparitäten erkennen, die uns zum denken anregen müssten.

Der 2017 veröffentlichte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt auf, dass Armut auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts mit Nichten eine Seltenheit ist. Rund 16% der deutschen Bevölkerung leben entweder an der Armutsgrenze oder in Armut. Die Kürzungen der staatlichen Hilfen für Arbeitslose dürften für die besorgniserregende Entwicklung mitverantwortlich sein.

Das Problem der Wegwerfgesellschaften

Insbesondere hochentwickelte Länder, wie Deutschland weisen ein großes Defizit im Umgang mit noch genießbaren Lebensmitteln. In puncto Lebensmittelverschwendung kämpfen wir schon fast um die „Wegwerf-Weltmeisterschaft“. Im Schnitt werfen wir 85,2 Kilogramm Nahrungsmittel weg. Summa summarum sind wir bei fast 13 Millionen Tonnen Essen pro Jahr, die eigentlich bei den Bedürftigen besser aufgehoben wären. Die deutschlandweite Bemühungen der Tafel sowie die Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft mit der Informationsinitiative „Zu gut für die Tonne!“ und der „Nationalen Strategie gegen Lebensmittelverschwendung“ sind absolut ehrenwert.

Wir stehen zweifelsohne vor einer Mammutaufgabe. Wenn wir uns allerdings alle kritisch hinterfragen und in Folge dessen auch bewusster Leben, können wir gemeinsam viel erreichen!

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