Impfungen und Gerechtigkeit

Es vergeht kein Tag, an dem nicht über das neuartige Corona Virus gesprochen wird. Ob im „Alltag“ oder in den Nachrichten. Nahezu pausenlos sind wir mit dem Thema konfrontiert. Es geht immer um kurz- und langfristige Folgen von Corona. Nun wurden weltweit bereits mehrere Impfstoffe entwickelt, die uns Schritt für Schritt wieder in die längst verschollene Normalität führen sollen.

Zeit für Solidarität

Doch wer profitiert am ehesten davon? Offenbar Bürgerinnen und Bürger der reicheren Länder der Welt. Auf globaler Ebene gibt ein derzeit ein globales Rennen um die entwickelten Impfstoffe. In dem weniger entwickelten Ländern gibt es kaum Chance an die wertvolle Medizin zu kommen.

Bislang wurden 95% aller Corona Impfungen weltweit lediglich in zehn Ländern verabreicht.

Eines der bedeutendsten Aufgaben dieser Zeit ist es daher, solidarisch mit wirtschaftlich schwächeren Nationen umzugehen und ihnen unter die Arme zu greifen. Die Thematik der Impfgerechtigkeit ist nämlich eine Menschenrechtsfrage. Denn jeder Mensch hat das Recht auf eine ausreichende medizinische Versorgung.

Impfungen nicht schnell genug

Auch wenn einige Länder auffällig schnell und viel impfen konnten. Das globale Impftempo ist bei Weitem nicht auf dem gewünschten Niveau angelangt. Insgesamt läuft der Prozess nur schleppend, was vor allem vor dem Hintergrund der verschiedenen Neu-Mutationen ein sehr großes Problem darstellt. Die neuen Varianten verbreiten sich den ersten wissenschaftlichen Befunden zufolge deutlich schneller. Dabei ist bereits die erste Variante aggressiv, wodurch die Wahrscheinlichkeit für weitere Mutationen exponentiell in die Höhe schießt. Genau hiervor warnen Mediziner weltweit. Wir wissen nicht was in diesem Fall auf uns wartet. Allerdings besteht die Gefahr, das sich gefährlichere Mutationen breit machen, bei denen die aktuellen Impfstoffe weniger gut oder überhaupt nicht wirksam sind.

WHO setzt sich für faires Impfen ein

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Problem des egoistischen Impfens erkannt und darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es auch für reiche Länder ist, solidarisch zu handeln. Die so genannte Covax-Impfinitiative der WHO sollte dabei helfen und einen fairen weltweiten Impfstart in die Wege leiten. Auch wenn es hierzu optimistische Stimmen gibt, gibt es auf der Gegenseite die berechtigte Sorge, dass die bisherigen Umsetzungsversuche eines fairen Impfungsprozesses, lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein sei. Auch wenn sich 330 Millionen Impfdosen für 145 Länder nach einer Menge anhören, sind sie in Relation zu der Gesamtbevölkerung dieser Länder leider bei weitem nicht ausreichend. Es bedarf schlichtweg umfangreicherer Maßnahmen und das am Besten so schnell es geht.

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