Bildung als Luxus

In der westlichen Welt ist Bildung eine Selbstverständlichkeit. Bereits im Jahre 1919 wurde in Deutschland die sogenannte Schulpflicht eingeführt. Kinder müssen mindestens neun Jahre in die Schulen gehen. In manchen Bundesländer sogar länger. Bei Nichtbeachtung der Schulpflicht, drohen sogar finanzielle Konsequenzen. Doch längst nicht in allen Ländern spielt Bildung so eine wichtige Rolle.

Weltbildungsbericht der UNESCO 2019

Analphabetismus ist in weniger entwickelten Ländern keine Seltenheit. Dabei ist das Recht auf Bildung ein Menschenrecht. Die armen Nationen der Welt sind auch im 21. Jahrhundert sehr weit entfernt, ihren Kindern und Jugendlichen eine chancengerechte Bildung zu bieten. Laut dem Weltbildungsbericht 2019 haben knapp unter 65 Millionen Kinder im Grundschulalter keine Möglichkeit zur Schule zu gehen.

Über 35 Millionen dieser Kinder leben alleine in Teilen Afrika, südlich der Sahara. Doch auch Südasien ist eine Problemzone. Ca. zwölf Millionen Kinder aus südasiatischen Ländern haben ebenfalls keinen Zugang zur Bildungsinstitution Schule.

Sehr niedrige Bildungsqualität

Neben dem Problem, dass viele Kinder nicht die Möglichkeit haben in eine Schule zu gehen, gibt es auch die Frage der Bildungsqualität. Denn auch Schüler*innen, die in weniger entwickelten Ländern zur Schule gehen können, sind meist auch nach mehreren Jahren nicht in der Lage zu lesen oder zu schreiben. Laut der UNESCO verfügen demnach 61 Prozent der Sekundarschüler*innen nicht über grundlegenden Lesefähigkeiten.

Schulkinder oder Arbeiter*innen?

Die schwierigen Lebensbedingungen in weniger entwickelten Ländern erzeugen ein weiteres Problem. Selbst wenn Kinder theoretisch zur Schule gehen könnten, wollen ihre Eltern, dass sie arbeiten, damit man über die Runden kommt. Die niedrige Bildungsqualität und der Bedarf an Arbeitskraft führen im Zusammenspiel dazu, dass sich die Lage insgesamt kaum verbessern kann. Entsprechend wundert es nicht, dass der Bericht der UNESCO aufdeckt, dass wirtschaftliche Bedingungen in Familien, die Chancen einen Schulabschluss zu erlangen, beeinflussen. Je schlechter es den Menschen geht, desto schlechter stehen die Chancen auf einen Schulabschluss.

Das Problem lässt sich auch im Zusammenhang mit dem Thema Flucht erkennen. Statistisch liegt die Chance für Flüchtlinge, an einer Hochschule zu studieren, bei gerade mal einem Prozent. Weltweit beträgt der Schnitt bei 34 Prozent.

Was mit dem genannten Problem zusammenhängt, ist, dass sich viele keine Bildung für ihre Kinder leisten können. Die Schulgebühr, die Bücher und die Uniformen stellen eine zu große finanzielle Last dar. In Ländern, in denen die Schulgebühren abgeschafft wurden steigen die Einschulunqgszahlen in der Regel sehr deutlich.

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