Hunger und Mangelernährung

Seit Beginn der ersten Zivilisationen gibt es immer wieder Hungersnöte. Leider ist Hunger auch im 21. Jahrhundert alles andere als selten. Im Jahr 2018 litten mehr als Hundertmillionen Menschen an Hunger und Mangelernährung. In vielen asiatischen und lateinamerikanischen Regionen sind Hungersnöte besonders weit verbreitet. Die größte Problemzone ist aber der Riesenkontinent Afrika.

Was genau ist Hunger?

Es ist das Signal, dass der Körper sendet, wenn man zu lange Zeit nichts, oder nicht genug, gegessen hat. Wenn man isst hat, verfliegt es. Wie aber ist es wenn man nicht privilegiert genug ist, um seinen Hunger zu stillen? Wie fühlt es sich an, wenn nicht genug zu Essen vorhanden ist? Wie ist es, wenn man immer das Gleiche essen muss?

Schön ist es definitiv nicht. Hunger und Mangelernährung sind Probleme, die zu vielfältigen gesundheitlichen Problemen führen können. Und Menschen weltweit leiden darunter, während wir in Deutschland immer häufiger gesundheitliche Probleme bekomen, weil wir zu viel essen.

Vor allem für Kinder ist das Problem des Hungerns oder der Mangelernährung sehr verheerend. Sie befinden sich in ihren wichtigsten Entwicklungsphasen und benötigen daher eine ausgewogene Ernährung.

Was ist eine Hungersnot?

Von einer Hungersnot kann man sprechen, wenn Bevölkerungsgruppen oder ganze Bevölkerungen durch Hunger krank werden oder sogar sterben. Von Hungersnot betroffene Menschengruppen haben nicht nur keinen Zugang zu Lebensmitteln, sondern auch zu sauberem Trinkwasser. Die Ernährungskrisen können verschiedene Gründe haben.

Armut: Hunger und Armut sind sehr eng miteinander verknüpft. Wer an Hungersnöte denkt, denkt gleichzeitig fast immer an finanziell prekäre Situationen. Wer sich keine Nahrungsmittel leisten kann befindet sich dabei immer in einem Teufelskreis. Vor allem in unzureichend entwickelten Ländern, in denen man besonders hart für Geld arbeiten muss, muss man genug Nährstoffe zu sich nehmen. Andernfalls bekommt der Körper nicht die nötige Energie, für die belastende Arbeitszeit.

Klima: Vor allem in den letzten Jahrzehnten ist auch das Klima ein hungerschaffendes Phänomen. Naturkatastrophen wie Dürre und Überschwemmungen zerstören die Ernten von Menschen, die vor allem von der Subsistenzwirtschaft leben. Mit den zerstörten Ernten kommt großes Leid, da sie die Existenzgrundlage für Millionen von Menschen sind.

Geschlechterungleichheit: Die strukturellen Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen rufen ein weiteres Hungerproblem hervor. Frauen des globalen Südens sind diejenigen, die sich am meisten um die Ernährung in ihren Familien kümmern müssen. Zudem helfen sowohl beim Anbau, als auch am Verkauf der Ernte. Somit haben sie keine Zeit Bildungsangebote wahrzunehmen. Dabei hat Bildung das Potential Armutsprobleme lösen. Die Bildung der Frauen und Mädchen könnte also eine zentrale Rolle in der Bekämpfung von Hunger spielen.

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