Armut im Kontext der Pandemie

Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Seit der Nachkriegszeit gibt es Sozialhilfen wie die Arbeitslosengelder, die die Bürgerinnen und Bürger des Landes vor Armut schützen sollen. Doch auch in Deutschland ist Armut ein Problem. Mit Corona spitzt sich die Lage immer weiter zu. Die Anzahl der in Deutschland in Armut lebenden Menschen und von Armut Bedrohten steigt besorgniserregend schnell an.

Armut in Deutschland

Der Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) zum vergangenen Jahr macht sprachlos. Die Armutsquote in der Bundesrepublik liegt mit knapp sechzehn Prozent bei einem historisch schlechtem Wert. Bundesweit sind demnach mehr als dreizehn Millionen Menschen Arbeitslos. Weiter heißt es, dass dies der höchste Wert seit der Wiedervereinigung sei. Alleine im Vergleich zu 2006 ist der Wert um fast zwei Prozent angestiegen. Angesichts dieser Zahlen ist ein Blick in die Zukunft alles andere als rosig, da die Pandemie die Welt noch immer voll im Griff hat. Die soziale Ungleichheit

Vor allem Geringfügig beschäftigte und junge Menschen sind dem Wohlfahrtsverband zufolge besonders von einer coronabedingten Arbeitslosigkeit gefährdet.

Das Problem des Armutsbegriffs

Armut ist nicht gleich Armut. Je nach Kontext ändert sich die Dimension des Begriffes drastisch. So ist ein von Armut betroffener Mensch in Deutschland nicht mit einem armutsbetroffenen Menschen aus der Dritten Welt gleichzusetzen. In Deutschland in etwa, gilt man bereits als Arm, wenn die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt ist. Das träfe zum Beispiel bei einer Alleinstehenden Person mit einem Monatseinkommen von weniger als 1074 Euro zu.

In Nationen des Globalen Nordens spricht man daher auch von relativer Armut.

Armut im Globalen Süden

Wenn man in Ländern der Dritten Welt von Armut spricht, so spricht man von der absoluten Armut. Diese beschreibt den lebensbedrohlichen Zustand, in dem sich ein Mensch nicht einmal die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse leisten kann. 

Am Beispiel Afrikas lässt sich sehr deutlich sehen welche Auswirkungen die Pandemie auf Teile der ohnehin schon unter menschenunwürdigen Verhältnissen lebenden Bevölkerung hat.

Lebensmittelpreise steigen enorm an und viele Betriebe müssen schließen, wodurch die Arbeitslosenzahl natürlich stark ansteigt.

Die wachsende Armut in afrikanischen Ländern ist zudem ein Pulverfrass für weitere soziale Probleme. Die Bildung stagniert und die Gewalt gegen Frauen und Mädchen nimmt zu. Auch ist die Rede von einer Zunahme von Zwangsehen im Zusammenhang mit der Covid-19 Krise.

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